Betula pendula – Sandbirke
Betula pubescens – Moorbirke
Die Birke trägt als Pionierbaumart zur schnellen Wiederbewaldung und Waldranderschließung bei. Sie ist im Vorwald ein wichtiger Wegbereiter, durch den die Humusansammlung gefördert und die Spätfrostgefahr herabgesetzt wird.
Das Pflanzenmaterial
Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) hat bereits 1975 Plusbäume von Sand- und Moorbirken ausgewählt. Mit einjährigen Sämlingen aus Einzelbaumabsaaten wurden 1978 Nachkommenschaftsprüfungen angelegt. Im Alter 21 wurden die in den Merkmalen Stammform, Kronenform und Wuchsleistung überlegenen Nachkommenschaften identifiziert.
Sechs Sandbirken- und fünf Moorbirkenklone erwiesen sich nach eingehender Prüfung als signifikant überlegen. Die sechs Sandbirkenklone haben ihren Ursprung in Polen, während die fünf überlegenen Moorbirkenklone alle aus Deutschland stammen.

Birkenklone (LWK Nordheide) im Alter 6 Jahre
Mittlere Höhe 4,80 m. Signifikant überlegene Klone 5,70 bis 5,95 m.
Vorteile selektierter Sand- und Moorbirken
Die 11 überlegenen Klone weisen durchschnittliche Steigerungen der Höhenwuchsleistung bis zu 68 % auf. Der absolute Anteil geradschaftiger Bäume ist durchschnittlich um 15 bis 91 % erhöht.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzucht von in vitro vermehrten Sand- und Moorbirkenklonen eine vielversprechende Alternative zu Sämlingen ist. Nicht nur können überdurchschnittlich Wachstumseigenschaften gesichert vermehrt werden, es ist auch unbegrenzt Pflanzmaterial verfügbar.
Qualitäten
Die Sandbirken-Klonkollektion „silvaSELECT“ besteht aus 6 Klonen.
Die Moorbirken-Klonkollektion „silvaSELECT“ besteht aus 5 Klonen.
Sie erhalten Jungpflanzen in der Multitopfplatte (Qualität P, QP 15T)
Zur Qualität P, QP15T, 0/1/0 (für Forstbaumschulen): Sie erhalten Baumschulpikierplatten mit jeweils 15 Pflanzen eines Klons.
Sie können Gehölze in den Größen ab 20 cm auch als verschulte Ware ohne Ballen (oB) bekommen, bitte sprechen Sie uns an.
Waldbauliche Hinweise
Ihre Planung sollte vorsehen, 100 bis 150 Z-Bäume/ha herauszupflegen. Wir empfehlen bei Sand- und Moorbirken, das hochwertige Pflanzenmaterial mit Stückzahlen von 400 bis 900 Bäumen/ha gleichmäßig verteilt auf die Flächen zu bringen und Füllholz (Birkensämlinge) zu integrieren. Als endgültige Pflanzenanzahl werden 1600 Pflanzen/ha (Pflanzverband 2,5 x 2,5 m) empfohlen.
Die Birke kann außerdem bei Erstaufforstungen mit beigemischt werden. Durch den schnellwachsenden Schirm bietet sie einen hervorragenden Frostschutz, sorgt für Leistungssteigerung und Strukturverbesserung. Das gleiche gilt für die Aufpflanzung an Wegrändern und bei lückigen Naturverjüngungen. Die Birke hat eine hohe Leistungsfähigkeit auch auf ärmeren Sandstandorten unter der Voraussetzung, dass eine gute Wasserversorgung gewährleistet ist. Aber auch hier gilt: die besten Erträge erreichen Sie auf humusreichen Böden.
Hinweise zum FoVG
Sand- und Moorbirken unterliegen dem FoVG, die Klonkollektion „silvaSELECT “ ist als Vermehrungsgut der Kategorie „Geprüft“ (GP) zugelassen.
Download: Information Sand- und Moorbirke