silvaSELECT Hybridbirke

silvaSELECT Hybridbirke

Betula platyphylla var. japonica x Betula pendula

Die Birke trägt als Pionierbaumart zur schnellen Wiederbewaldung und Waldranderschließung bei. Sie ist im Vorwald ein wichtiger Wegbereiter, durch den die Humusansammlung gefördert und die Spätfrostgefahr herabgesetzt wird. Das Holz der Birke gewinnt durch seine helle Farbe und seinen silbrigen Glanz zunehmend an Bedeutung in der Möbelindustrie und der Furnierherstellung.

Das Pflanzenmaterial

Bereits 1953 wurde im ehemaligen Forstamt Escherode eine Nachkommenschaftsprüfung mit zweijährigen Hybridbirken angelegt. 1980 wurden daraus Mutterpflanzen für die Mikrovermehrung und anschließende Prüfung selektiert.

Die nach Stammform und Wuchsleistung beste Nachkommenschaft stammt aus der Kreuzung Betula platyphylla var. japonica x Betula pendula. Im Alter von 30 Jahren wurden daraus die 20 besten Individuen ausgewählt und in vitro Kulturen im Gewebekulturlabor der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) etabliert und vermehrt.

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 Abbildung 1: Hybridbirke, Klon Granat, Alter: 20 Jahre

Vorteile der selektierten Hybridbirken

In vitro vermehrte selektierte Hybridbirken weisen eine hervorragende Wüchsigkeit gegenüber Sämlingen auf, wie die von der NW-FVA erhobenen Daten belegen. Besonders in Bezug auf das Merkmal Stammform werden die Vorteile des selektierten Pflanzenmaterials deutlich.

Die Ergebnisse zeigen, daß die Anzucht von in vitro vermehrten Hybridbirkenklonen eine vielversprechende Alternative zu Sämlingen ist. So liefern die Birken nach Angaben der NW-FVA nach 25 Jahren 90 fm/ha.

 

Hybridbirken in der Abhärtung im Gewächshaus birke_6667

Waldbauliche Hinweise

Ihre Planung sollte vorsehen, 100 bis 150 Z-Bäume/ha herauszupflegen. Wir empfehlen bei der Hybridbirke, das hochwertige Pflanzenmaterial mit Stückzahlen von 400 bis 900 Bäumen/ha gleichmäßig verteilt auf die Flächen zu bringen und Füllholz zu integrieren. Als endgültige Pflanzenanzahl werden 1600 Pflanzen/ha (Pflanzverband 2,5 x 2,5 m) empfohlen.

Die Birke kann außerdem bei Erstaufforstungen mit beigemischt werden. Durch den schnellwachsenden Schirm bietet sie einen hervorragenden Schutz, sorgt für Leistungssteigerung und Strukturverbesserung. Das gleiche gilt für die Aufpflanzung an Wegrändern und bei lückigen Naturverjüngungen.

Die Birke hat eine hohe Leistungsfähigkeit auch auf ärmeren Sandstandorten unter der Voraussetzung, dass eine gute Wasserversorgung gewährleistet ist. Aber auch hier gilt: die besten Erträge erreichen Sie auf humusreichen Böden.

Hinweise zum FoVG

Hybridbirken unterliegen nicht dem FoVG, da sie in der Liste der Baumarten und künstlichen Hybriden, die der Richtlinie 199/105/EG unterliegen (Anlage zu §2 Nr. 1), zur Zeit nicht aufgeführt sind. Die Klone sind unter den Registernummern der Einzelklone als Vermehrungsgut der Kategorie „Geprüft“ (GP) zugelassen. Eine Aufstellung der Registernummern wird den Lieferpapieren beigefügt. Sie erhalten ein Klongemisch von mind. 4 Klonen zuzüglich Lizenzgebühr.

Download: Information Hybridbirke